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Sonst nicht auf den Mund gefallen sitze ich oft wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange und starre erstarrt – und HÖCHST ERFREUT – auf die netten Kommentare meiner Blogbesucher.
Erfreut, weil mich die Besuche riesig freuen (was das Wörtlein „erfreut“ bereits froh verkündet) und erstarrt, weil mir die Worte fehlen, auf Kommentare im eigenen Blog zu antworten. Meistens zumindest.
Warum das so ist? Ganz einfach. Es fühlt sich rund an, was meine Gäste schreiben. Ein nettes „Blabla“ oder „Schön, dass du mich besuchen kommst“ oder „Dein Eintrag trifft den Nagel auf das Ei“ oder … ach, Sie wissen schon, was ich meine …, würde das Harmonische im Blogbild – irgendwie – banalisieren. Daher schweige ich lieber – heikle oder ernste Themen ausgenommen – und genieße und freue mich und nutze die Zeit, die ich hier mit Kommentarbedanken vertue, zu Gegenbesuchen – und Kommentaren *g* – in den Blogs meiner Gäste.
Ob ich das nun richtig ‘rübergebracht habe? Man, pardon, frau will ja nicht unhöflich sein.
Hach ja. Tiefer Seufzer … und ein liebes Grinsen
Der Mensch ist schon ein seltsames Wesen. Und der Schlamper, eine besondere Gattung Mensch, ein noch unerklärlicheres. Klar, diese Einleitung beinhaltet schon das Outing, und JA, ich gehöre zur Gattung der Schlamper. Und ehrlich, ich lebe hervorragend gut damit und ich leide an und unter der Ordnung (Ordnungsspinnerfanatiker inbegriffen).
Was ich nur kurz schwafeln anmerken möchte: Meinen Text, den ich gestern verzweifelt seit den frühen Morgenstunden bis kurz vor Abgabefrist suchte, habe ich nicht gefunden. Aber bekanntlich mobilisiert nackte Verzweiflung zu Höchstleistungen. Was in diesem ärgerlichen lächerlichen Falle meiner Textsuche nichts anderes besagt, als dass ich meinen abzugebenden Artikel (na ja, es war eher eine Glosse und daher genau so wenig ernst zu nehmen wie vieles, was ich so vor mich hintippsle) auf die Schnelle nochmal in die Tasten haute und nahezu in letzter Sekunde abgab. Und wie Sie schon richtig vermuten: Dieser Paniktext ist wesentlich besser, witziger, inhaltsreicher als das verlorene Original. Die Genialität des kreativen Chaos’.
Übrigens: Letzteres, das Original, fand ich gerade eben. Fein säuberlich ausgedruckt auf dem Schreibtisch und ebenso fein akkurat in einem eigenen „Ordnung“-s-ordner auf der externen Festplatte gespeichert per Zufall wieder. Welche Idiotie: Im Wahn, endlich ordentlicher zu sein, verbreite ich ein Chaos um mich herum und stelle dabei die Logik auf den Kopf. Weder brauchte ich besagten Text auf der Externplatte noch ausgedruckt auf dem Schreibtisch.
Nachtrag: So blödsinnig wirr rotiere ich immer, wenn ich mich zuvor einem guten Vorsatz folgend „ordentlich“ verhalte. Ich glaube, das kommentiere ich nun nicht weiter, denn die Zeit drängt schon wieder und ich suche eine Recherchedatei zum Thema … Nein, das wollen Sie sicher nun nicht wirklich wissen, oder?

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