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Nein, das war kein netter Monat.
Und nein, ich meine damit nicht alleine das grottige Sommerwetter. Letzteres zu beachten, wirklich, dazu fehlte in diesem Monat schlicht der Nerv und so habe ich weder bewusst Sonne noch Regen noch sonstwas registriert. Es gibt so Monate. Solche eben, die nicht so nett sind.
Schlechte Nachrichten prägten diesen Monat, ein Verlust, der einer sein sollte und den ich nicht als solchen wahrzunehmen vermag, einen Wahnsinnsberg Schreibtischarbeit nicht unter 12-14 Stunden am Tag, Grübeleien, Ärger mit Kleingeistern und Miesmuffeln, Existenzkampf – und Ärger über mich selbst, dass ich mich über all dem vergessen und vernachlässigen musste. Mich, meine Lieben und auch dieses kleine Blog.
Das war der Monat.
War er das allein? Nein. Es gab auch sehr schöne Überraschungen, kleine Freuden und Gesten, ein Geist aus der Vergangenheit tauchte auf und er… nein, das ist eine Geschichte für sich … ja, und da waren dann plötzlich auch die kleinen Wunder, die den K(r)ampf dieser vergangenen Tage und Wochen im Nachhinein versöhnlicher und in Vorausschau auf den nächsten Monat hoffnungsfroher sehen lassen. Das „frischeste“ Wunder geschah vor einer Stunde und es wird mir mit Sicherheit eine gute, albtraumfreie Nacht bescheren. Alles in allem: Doch ein guter Monat.
Soweit mein etwas kryptisch klingender Nachruf auf den Juli. Tschüs und mach’s gut, Alter. Ich werde dich nicht vermissen und im nächsten Sommer machen wir es besser, ne?
„Mach’s ab sofort besser“, ruft er mir grunzend zu und winkt.
Ich winke zurück.
Ehre wem Ehre gebührt … oder was oder wie?
„Du sollst Vater und Mutter ehren“, heißt es, und ehrlich, wer hat kein schlechtes Gewissen beim Lesen dieser „Regel“? Aber was ist Ehre und wie ehrt man und entehrt man sich nicht selbst, wenn man dieser „Lebensregel“ zu viel Ehre angedeihen lässt und die Ehre auf Teufel komm ‘raus „ehrt“?
Zu viel der Ehre? Ich meine JA. Es sei denn, man veränderte obigen Leitsatz und sagt: „Du sollst die Menschen ehren, die Tiere, die Natur, das Leben.“ Eltern, die ihre Kinder nicht ehren, müssen nicht zurückgeehrt werden. Ignoranten, die die Natur, die die Tiere nicht ehren, dürfen von ihr keine Wunder, keine Hilfe, keine Liebe erwarten. Und wer das Leben nicht ehrt, der … Ich glaube, ich muss das nicht fortsetzen.
Ehre, für mich ein sehr teils konfliktbehafteter, teils das Oberflächliche preisender Begriff. Und ein irgendwie „seelen“erpresserischer dazu. Ich mag ihn nicht, und dennoch hat er mein Leben begleitet und er tut es noch.
„Du kannst im Leben alles verlieren, nur nicht deinen Stolz, deine Würde, deine Ehre“, sagte mein Großvater, ein toller, ehrenvoller Mann, zu mir, als ich ein ganz kleines Mädchen war. Dieser Satz hat sich in mir eingeprägt als Opas Erbe.
„Du sollst Vater und Mutter ehren“, diesen Satz habe ich als Schwerstlast über Jahrzehnte mit mir geschleppt, bis ein sehr kluger Mann, ein Priester, mich einmal fragte: „Und wie ist es umgekehrt? Fühlst du dich von Vater und Mutter geehrt? Auch Eltern müssen ihre Kinder ehren. Ehre in dem Sinne sollte nämlich nie einseitig sein. In letzterem Falle nämlich wäre sie unehrlich.“ Unehrlich? Auch in diesem Adjektiv steckt es, das Wort Ehre, wie ich gerade mit Staunen feststelle.
Wie dem auch sei. Damals, nach jener priesterlichen Frage, bin ich aufgewacht … und habe gehandelt. Und ich stehe dazu. Heute noch. Auch wenn ich mich „monstrig“ fühle, weil ich nicht weinen konnte neulich und es bis jetzt auch nicht kann – und nicht will.
Langsam komme ich … wieder … zu … mir.
Langsam. Und mit ganz unwirklichen und seltsamen und unbeschreiblichen und netten und dummblöden weniger netten Ideen und Gedanken. Aber man kann sagen, die Nasenspitze lugt schon wieder vorwitzig aus jener eigentümlichen Grübelkiste heraus. Sie sucht das Tageslicht.
Ein leises DANKE an meine Leser, die Ihr mir so liebe Mails und Kommentare neulich geschickt habt. Es hat, pardon, Ihr habt mir sehr geholfen bei meinen Zweifeln und Ängsten. DANKE !!!
Weiteres aus Grübelhausen … Demnächst
Kein Paris. Der Patriarch Mann, der mein Vater war, ist verstorben … und ich kann nicht trauern.
Fühle mich leer, müde, ausgelaugt, fiebrig wie grippekrank – und gleichzeitig leicht und frei wie nie. Die Gedanken rasen. Sie kommen nicht zum Halt. Suche krampfhaft nach netten Erinnerungen und finde … keine. Das ist das einzige, was mich unendlich traurig macht.
Bin ich, das anerkannte, vor Jahren „verstoßene“ Familiensensibelchen, ein kaltes, gefühlloses Monster? Oder will kann ich unbewusst nicht verzeihen?
Elana, ein Fall für die Telefonseelsorge? Schaun mer mal!
Sorry, doch ich fühle mich wirklich scheiße mir fremd wie nie – und jetzt schweige ich besser.
DAS werden wir morgen früh – wenn alles gut läuft – haben. Einfach so. Zum Kopfauslüften.
Früher haben wir das oft gemacht. Einfach nachts losgefahren, ein bisschen Landschaft, Leben, Leute gucken und so tun, als seien wir in Urlaub. Viele viele Jahre haben wir diesen Spaß vor lauter Stressen vergessen. Warum nur? Ach, was frage ich? Nicht fragen. Tun! Einfach einen Tag klauen und Urlaub spielen. Alors, ab nach Paris! In diesem Sinne: Macht’s gut, liebes Blog und liebe Besucher, und auf bald … ähm … spätestens bis morgen Abend oder übermorgen
Ab und an muss man einfach etwas Blödsinniges Unvernünftiges tun.
Au revoir!
Zu gerne würde ich hier heute noch etwas schreiben. Irgendetwas. Vom Tag. Von meinen Gedanken. Von superlieben Mails, die ich bekommen habe. Von einem witzigen Erlebnis beim Einkaufen. Vom neuesten Klatsch in der Straße. Vom rüden Aufwecken heute Morgen kurz vor Sonnenaufgang (Ja, ich hatte gestern Abend blöderweise leichtsinnigerweise darauf bestanden). Von den bellenden WildSchweinen in dieser saumäßigen in aller Herrgottsfrühe im Wald. Von den Maulwürfen, die ich herbeigebetet hatte, damit sie mir den Gänsehautgarten unterwühlen und ich leichter den sog. „Garten“ in einen richtigen Garten verwandeln kann, was natürlich blöde ist, denn hat man erst mal Maulwürfe an der Backe, ja, dann bleiben sie kleben und ein Kleinkrieg über Jahre hinweg kann beginnen. Ich könnt auch erzählen vom neuesten Eklat in dieser witzig kleinen Straße, bei dem wieder mal bewiesen ist, dass der „Frömmste nicht in Frieden leben kann, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“, was nun nicht mich betrifft, sondern andere Kampfhähne, von denen mir die eine Partie zutiefst leid tut. Von meiner Suche nach weiteren Glücksfedern, Traumwölkchen, Elfen-Augenzwinkerleins und anderen Himmelsgeschenken könnt ich schreiben, von … Ich kann so viel erzählen … doch, jetzt kommt’s, ich fühl mich leer an. Leer im Kopf und dröge und … ausgeschrieben? Nein, das ist das falsche Wort. Leer geschrieben, das trifft es besser. Leer geschrieben in den letzten Tagen Non-stop-Tipp-Marathon und nun geht nichts mehr. So werde ich diesen unselig sinnentleerten Eintrag am besten auch nicht fortsetzen, sonst liefe ich Gefahr, die Leere hier ins Blog zu schleppen.
Grins nicht, du nerviger Antreiber innerer Schweinehund! Hast keinen Grund. Ich war fleißig, und das stinkt dir. Gut so. Oder? Noch Fragen, Elana?
…
Leere … im Augenblick zumindest. Okay …

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