Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den Januar 2010.
… zum Luftschnappen, Gesprächesprechen, Ideenplanen und Winterlebengucken.. und in ein paar Tagen wieder da …
Schlaf schön, liebes Blog. Kurz mal …
Manchmal muss man Dinge, vor allem Ungeheuerlichkeiten wie jene Nettigkeiten , neulich hier erwähnt, erst einmal sacken lassen, und manchmal entwickelt sich so eine Idee oder Strategie.
So zum Beispiel.
Ein Telefonat:
„Moin! Moin! Ihre Nachricht neulich habe ich dankend erhalten, ja, und wissen Sie, diese supergute Idee findet bei mir vollsten Anklang. Ja, ich bin so begeistert, dass ich Ihre Hilfsaktion liebend gerne noch erweitern möchte. Sind Sie einverstanden, dass ich in meinem Bekannten- und Kollegenkreis, in Blogs und bei Twitter von Ihrer so kreativen Hilfsbereitsschaft offen berichte? Bestimmt finden sich auf diese Weise noch ganz viele weitere Spender für … äh, wie bitte? … Ja, natürlich mit Nennung Ihres Namens. Schließlich sollte Ihre wundervolle Idee nicht ungehört bleiben und … Moment? … Ach so, Sie wünschen diese Öffentlichkeit nicht? Verstehe, aber … Ja, Sie wollen nun doch lieber das Honorar an mich überweisen. Und Haiti? … Ach so, ich soll das in Eigenregie tun, das mit dem Spenden? Klar, mache ich. Wobei, offen gesagt, das längst geschehen ist, aber Ihrer Idee zuliebe … oh, ich habe das falsch verstanden? Das täte mir … Aber nein, ich schweige. Wie ein Grab. … Ein neuer Auftrag? … Wunderbar. Mit Vorauskasse dieses Mal. Sie sind da sicher einverstanden und … Halloooo? Sind Sie noch am Apparat?…
Schweigen im Walde.
Schaun mer mal, wie das nun weiter geht …
So!
Wieder einmal musste ich mich tagelang in Blogland rar machen, denn wieder einmal war eine ultradringendwichtige Sache zu schreiben und ultradringendwichtigschnell am besten sofort abzugeben. Ultra halt! Gerade eben konnte ich nun das erlösende Knöpfchen „Send“ mit dem Ultradringendtext klicken und gut ist.
Nun bin ich müde. Auch ultra und seit Schulzeiten immer wieder aufs Neue, wenn der Druck nachlässt. Müde, maulig, kreislaufgeschwächelt, nervig, fiesig undsoweiterundblabla… Und darum schweige ich besser und erzähle ein anderes Mal, wie die Sache mit dem „supermenschlichen Haitispender“ endete, wie mir „Avatar“ gefiel, wie das Wetter so ist, was ich in vielen Blogs zu vielen wundervollen und interessanten Beiträgen kommentieren möchte und all das eben.
Liebe Kinder!
Heute habe ich eine tolle Nachricht für Euch. Ihr müsst Euch in der Schule nämlich nicht mehr so dolle mit dem Englisch-Lernen anstrengen, wenn Ihr berühmt und Ministerpräsident oder EU-Kommissar werden wollt. Ihr glaubt mir nicht? Okay, das verstehe ich. Aber diesem netten Herrn werdet Ihr doch glauben, oder? Vergesst nicht: Wissen ist Macht!
Frohes Lernen wünscht Euch
Eure
Elana
„Wenn Sie wüssten, wer alles hier im Ort vor Angst nicht schlafen kann und nach außen hin so tut, als sei alles in Ordnung!“, sagte gestern der Freund vom „Papa“ vom Bären seinem Freund, als Bär und Freund miteinander auf der Waldwiese tobten.
„Ehrlich?“ Nein, ich weiß es nicht, wer Angst hat und wer nicht. Ich kann es mir nur vorstellen, dass das Gespenst „Angst“ bei vielen Menschen, mehr denn je, zu Hause ist und tunlichst vor anderen verborgen wird. Man will sich schließlich keine Schwäche geben.
Heute Nacht träumte ich. Ein witziger Traum. Stoff für eine Story für Kinder, die von rosa und roten Flecken handelt, die die Menschen eines Morgens am Kinn mit sich durch den Tag tragen. Rosa tragen alle die, die vor irgendetwas Angst haben, rot jene, die anderen Angst machen. Viele haben sogar einen rosa Fleck und einen roten. Aber da gibt es auch einige wenige ohne Fleck, die nämlich, die ehrlich sind, zu sich selbst und gegenüber anderen. Die offen sagen: „Ich hab Angst vor …“
(Achtung! Das ist nur eine Idee für eine Geschichte!)
Trotzdem werde ich heute mal nach Kinnflecken Ausschau halten. Also ich, offen gesagt, würde bestimmt mit einem rosafarbenen Fleck aufwachen. Andere würden vielleicht an meinem Kinn auch noch einen roten entdecken. Oh je ..
Haben wir bald Vollmond?
Irgendwie beneide ich ihn, jenen Buchautor, der ein Leben ohne Führerschein, Computer und Internet lebt und in aller Ruhe mit Bus und Bahn auf Recherchereise geht und seine Bücher per manum und mit der guten alten Schreibmaschine schreibt.
Aber wie gesagt, nur irgendwie und auch nur manchmal…
Dieses Wochenende ist eines jener, die ich nicht so schnell vergessen werde. Nachdem ich mich in verklärt romantischen Hüttentraum-Gefühls(sch)wallungen „schriftstellerisch“ ausgetobt hatte, machten wir, Herr Federwelt, der Bär und ich, uns am Samstag-Nachmittag auf den Weg zu einem romantisch realen Waldspaziergang. Einfach so durch herrlichen Winterwaldschnee. Es war auch wunderschön und sooo romantisch. Der Schnee knirschte unter unseren Füßen, während wir den steilen Weg bergaufwärts wanderten. Hach, war das schön!!!
Weniger schön waren dann die Regentropfen, die urplötzlich vom Himmel pladderten. Hoffend, es würde sich nur um einen kurzen Zufallsschauer handeln, fanden wir angemessenerweise Unterschlupf in einer Waldhütte. Nein, es war keine Schnuckeldi-Hütte mit Kamin und Jägertee, sondern eine Schutzhütte ohne Wände, die vor Regen schützen sollte. Und der Wind hier oben auf der Höhe pfiff dazu sein munter Liedlein. DAS war Romantik real.
Und fragen Sie nicht, wie wir nach Hause gekommen sind. Auf dem Hosenboden nämlich und patschnass. Der Regen, der leider kein kurzer Schauer war, hatte sich nämlich mit einem fiesen Grinsen auf den harschen, sehr steilen Schneeweg gelegt und selbigen in eine spiegelglatte Eisbahn verwandelt. Ich habe Blut geschwitzt auf diesem sehr sehr langen, nie enden wollenden Rückweg … Von wegen Romantik!
Hony soit qui mal y pense …
Nach einer wirklich grässlich abscheulichen Woche, die nur von Arbeit und Ärger mit doofen netten Auftraggebern, die nie so richtig wissen, was sie eigentlich haben wollen die mir ganz viele tolle Extraarbeitsstunden bescherten, und so gut wie keiner freien Freizeitminute geprägt war, stellte sich bei mir ein gewünschtes Januargefühl ein, das nach Romantik und Hüttenzauber gierte. So richtig schön schnee-ig und kitschig und, hach, schmalzig.
Bitte schön. Mein Beitrag, eine romantische Romantisch-Romanze der Marke „Schmalz“ zu Donnas Schreibprojekt im Januar
Hüttenträume
Ein richtiges Januargefühl wollte sich nicht einstellen, doch gewohnt, Gefühle zu behandeln wie eine alte Espressomaschine, hatte die Journalistin Anna Mey auch an diesem tristen Januarsamstagmorgen den Gefühls-Knopf „off“ geschaltet, bevor sie sich auf den Weg nach R. machte. Gerne war sie nicht zu der Vorstellung ihres Kinderkrimi-Erstlings in das Mittelgebirgsstädtchen gekommen. Sie fühlte sich an diesem Ort, der sie zu sehr an die Vergangenheit erinnerte, mehr als unbehaglich. Als sie aber nun in die strahlenden Gesichter der Kinder, deren Augen wie gebannt an ihren Lippen hingen, blickte, war sie froh, das Angebot angenommen zu haben.
Erleichtert schloss sie ihre Lesung mit den letzten Worten ihrer frech-pfiffigen Kinderkrimihelden:
„Was tätest du tun wollen, wenn du tun könntest, was du tun willst?“
„Schreiben. Das was ich möchte.“
„Aber das tust du doch die ganze Zeit tun. Du schreibst.“
„Tu ich das wirklich … tun?“
Tut. Tuuuut …
NACHTRAG, drei Stunden später:
Sollte ich jemals einen Schreibratgeber schreiben sollen, werde ich als Punkt 1 zum Thema „Themenlustlosigkeit“ schreiben: „Tippen Sie etwas Sinnentleertes lustlos vor sich hin und tippen Sie und tippen Sie … und Ihr lustloses Lustlosigkeitsthema wird sich wie von selbst schreiben.“ Manchmal ..
So, nun muss ich dat Dingens nur noch überarbeiten und ab damit zur Redaktion!
BIN GANZ STOLZ AUF MICH !!!
Es gibt Tage, an denen schaffe ich es partout nicht, fff (=fröhlich, frisch, frei
) aus dem Bett zu springen und dem ersten Espresso des Tages entgegen zu gieren. Nein, an solchen Tagen liege ich lahm im Bett, das Herz rast und ich fühle mich ängstlich, panisch, unbehaglich und ein inneres Stimmchen flüstert: „Heute kommt/passiert/ereignet sich etwas, was nicht so schön ist/was dir nicht unbedingt behagt/was dich saumäßig ärgern wird oder sonst auch immer…“
Heute war so ein Tag. Und -knack,zack!- kam es auch, das saumäßig Ärgerliche: ein Brief vom Finanzamt, der – wie immer, wenn ein Brief vom Finanzamt kommt – das Blut so richtig zum Kochen brachte. Was tun? Ärgern oder handeln? Handeln! Den Resttag verbrachten wir damit, all die netten Papiere und Unterlagen zu suchen und zu sichten und zu dokumentieren und all den Käse die Zusatzarbeit zu leisten, die sich der fiese Paragrafenreiter nette Finanzbeamten nun wieder zum Zwecke der Schikane fröhlichen Wochenendfreizeitbeschäftigung für uns ausgedacht hat. Gesucht, geschrieben, ausgedruckt, kopiert, eingetütet, zum Briefkasten gebracht … und -knack,zack!- fühlte ich mich wieder wohl und gut und gar nicht mehr lahm, herzrasig, ängstlich, panisch, unbehaglich.
„Du bist halt doch eine Hexe!“, sagte Herr Federwelt und grinste wie er immer grinst, wenn ich mich am Morgen so bescheuert eigentümlich unwohl fühle.
Hmpfff …
Heute am Morgen:
Mayday! Mayday! Alle Vorsorgemaßnahmen für das drohende Unwetterwochenende getroffen, alle Hamster im Ort aufgekauft, Bretter vor die Fenster genagelt, Landeplatz für Rettungshubschrauber ausgeleuchtet UND ein Notfall-Beschäftigungsprogramm unter dem Motto „Verrammelt zu Hause und gefesselt am Schreibtisch“ erstellt.
Heute am Abend:
Notfall-Beschäftigungsprogramm, all der verdrängte und aufgeschobene Gruselkram die netten Dinge wie Steuererklärung oder doofe Korrespondenzen und Ablage und so etwas halt, als Alternativplan zum fröhlichen Spaziergang durch Wildunwetterschneesturmzeiten durchgeführt. Großteil des bürokratischen Gruselkrams ist nun erledigt und für dieses Jahr vom Tisch – und der böse, fiese, gemeine Schneesturm säuselte einstweilen wie ein Windlein im Wasserglas, garniert mit ein paar Schneesterntupfern, vorm Fenster, lachte und spielte mit uns.
Im Ernst: Es fühlt sich sehrsehr gut an, all das, was das Gewissen seit Monaten schwärzte, vom Tisch zu haben und für mich hat Daisy mit dem prophylaktischen Hausarrest so einen sehr angenehmen Nebeneffekt gehabt. Nur, ist eigentlich nachgewiesen, wie oft man in der Minute zu gähnen vermag? Denn ehrlich, einen ganzen Tag Gruselschreibtisch“stürmerei“ macht ganz schön müde.
Unten im Städtchen: Katastrophenstimmung – Endzeitgewühle – Hamsterkäufe – Panikattacken – GrimmigMienen – GedrängeGeschubseGeschimpfe – RadioKatastrophenGeplärre. Alles wegen dem „Hurrikan“ und den „EinMeterundmehr-Schneeverwehungen“, die ab morgen und übers ganze Wochenende auf uns zu zukommen. „Hurrikan“ – ehrlich.
Neulich war’s das Weihnachtsfest, davor die Schweinegrippe (da bekam man sogar Handschuhe und Einkaufswagenhaltegriff-Putztücher und Flublätter vom Roten Kreuz!), dann die Hitzewelle im Sommer (!), die Bankenkrise, die Vogelgrippe, derdiedasHab-ich-was-vergessen?
Wir Menschen sind auf dem besten Wege, uns selbst zu zerstören, und zwar mit allen Mitteln.
Ob ich noch rasch Baubretter kaufen sollte, um die Fenster zuzunageln? Wegen „dem Hurrikan“?
Neues aus der Rubrik: Elana „entschleunigt“!
Ich liege nach einem Unfall im Koma, bin unfähig, mich gegenüber meiner Umwelt bemerkbar zu machen, kann jedoch alles hören, was um mich herum passiert, was gesprochen wird. Eine horrormäßige Vorstellung. Gefangen in sich selbst und ausgeliefert den anderen. Gänsehaut. Und Gänsehaut habe ich auch bei Lesen des neuen Thrillers „Im Koma“ von Joy Fielding. Einmal ein etwas anderes Buch und höchst fesselnd, ahnt man als Leser doch längst, wer der Mörder ist. Und die im Koma liegende Heldin weiß es auch.
Und so wird aus einem „Ich guck mal eben für eine halbe Stunde in das Buch“-Moment ein fauler Lese-Rest- Feiertag. Doch nun muss ich weiter lesen. Wie wird sie, die Heldin, wohl aus dieser Nummer herauskommen?
Heute schon ge“mußt“? Nein, nicht gemusst. Gemußt.
Muße braucht Zeit , sagt die ZEIT! Entschleunigen – beschleunigen – Mußen müssen?
Heut Morgen wegen meines gestrigen Arbeitsstressrückfalls gar nicht amused, musste ich heute doch gleich ein wenig der entschleunigten Muse frönen, und wo singt sie am lautesten, die musige Dame? Genau. Draußen in der saukalten wunderschön herrlichen Natur.
Bergstraßenwinter
Nun aber, marsch, marsch, zurück an die Arbeit!
Gebloggt (und Kommentare beantwortet) wird später wieder. Ich bitte um Verständnis.
PS: Obig erwähntes, sehr empfehlenswertes Gespräch in der ZEIT nehme ich übrigens sehr ernst, vor allem, weil ich mich im Gesagten mehr als oft wiederfinde, und das gar nicht im positiven Sinne.
PPS: Mir fällt gerade auf. Es gibt die Muße und die Muse. Gibt es die beiden eigentlich tatsächlich, sinnentsprechend, in zwei Schriftweisen … oder narrt mich gerade mein Geist?
Traurig blinzelte der kleine Sonnenstrahl dem Kind zu, das am Fenster saß und weinte. Kindertränen machten ihn immer so traurig, dass er auch gleich weinen musste. Schon landete eine Sonnenstrahl-Träne auf der kalten Fensterscheibe, wo sie sich in einen hellen Eisstern verwandelte.
Da vergaß das Kind seinen Kummer und lachte. „Ein Stern“, rief es. „Nun habe ich einen Stern. Wie schön! Ich werde dich lieb haben.“ Und zärtlich hauchte es dem Eisstern ein Küsschen auf die Fensterscheibe.
Das freute den kleinen Sonnenstrahl und auch er war nun nicht mehr traurig. Voller Freude blinzelte er dem Kind zu und schickte ihm ein paar Sonnenstrahl-Fünkchen. Zart und warm streichelten sie über die Wange des Kindes.
Und zart und warm und sehr fröhlich tanzten sie auch über den Eisstern am Fenster.
Was aber war das? Nun war es der Eisstern, der weinte. Ein Schluchzer, und schon war er geschmolzen und rann als Wassertropfen an der Fensterscheibe hinab.
„Nun hab ich meinen Eisstern wieder verloren“, schluchzte das Kind. „Er ist tot.“
„Pssst!“, flüsterte es da von draußen. „Ich bin nicht tot. Ich habe mich nur verwandelt. Bald werde ich wieder bei dir sein und immer wieder und wieder.“
„Versprochen?“, fragte das Kind.
„Versprochen. Ganz bestimmt.“
„Toll!“, rief da das Kind. „Ich werde dich auch nie vergessen.“ Es überlegte einen Moment, dann fuhr es fort: „Dann bist du ja eigentlich immer bei mir.“ Es lächelte.
Und der kleine Sonnenstrahl, der lächelte auch. Er freute sich, dass das Kind nicht mehr ganz so traurig war.
„Du wirst nie erwachsen!“, sagten die Eltern vor vielen Jahren bereits und leise Vorwürfe summten in den Worten mit.
„Willst du eigentlich ewig ‘kind“ bleiben?“, fragten die Freunde und ihr stummes Naserümpfen brachte die Luft zum Zischen.
„WIE ALT, sagten Sie, sind Sie?“, meinte einer ihrer Chefs und sein ungläubiges Kopfschütteln warf die Buchstaben aufgeregt hin und her.
„In deinem Alter sollte man sich endlich etwas gediegener verhalten“, beschwerte sich die Tante und ihre Empörung schnitt Löcher in den Wind.
„Warst du eigentlich je erwachsen?“, rief ihr die Nachbarin hinterher, als sie ausgelassen durch den Morgen tobte und Luftlöcher mit Schneebällen zu füllen versuchte.
„Kindskopf“, sagte der Gatte und sein Lächeln wärmte ihre Seele. Sie winkte ihm zu und ließ sich fallen.
Da lag sie nun, von funkelnd weißen Sternchen umgeben, ruderte mit den Armen und malte einen Engel in den Schnee.
Er lächelte ihr noch lange hinterher, der Engel. Auch später, als sie längst zu Hause war und versuchte, einen Text zu schreiben, der erwachsen klang.
Er lächelt noch immer, der Engel …
Es gibt …
…Schneemänner und Schneefrauen, Schneekinder, Schneebabys, Schneehunde, Schneekatzen, Schneehühner und Schneekühe, ja, sogar Schneeiger, Schneefanten, Schneedile, Schneeraffen, Schneeoparden und Schneebären. Die verstecken sich alle tagsüber in Wald und Feld, hinter Häuser und Hecken. Aber nachts, da ist vielleicht was los! Da geistern sie mit den Wintergeistern, den Eiswichteln, den Schneeprinzen, den Eiszapfenfürsten und den Raureifprinzessinnen um die Wette. Das ist ein Toben und Lärmen, ein Brausen und Sausen, ein Kichern und Johlen in kalten Winternächten!
Schööööööön! Hoffentlich schneit es tüchtig weiter … !!!
Das war eine Überraschung heute Morgen: SCHNEE !
Endlich ist er auch bei uns angekommen, der Schnee … Es ist, als hätte eine Zauberfee – klingklong – ihren Feenstab geschwungen und die Landschaft mit einer zarten Schneesternendecke betupft. Und es ist auch, als hätte sich diese Zauberfee vorab einen kleinen Streit mit dem Eisriesen geliefert. Der Kerl nämlich hat -klixklax – besagte Landschaft vorab mit einer feinen, kleinen, fies und eklig rutschigen unsichtbaren Eisschicht grundiert. Das sieht nicht zauberhaft aus, einfach, weil man es nicht sehen kann. Aber spüren. Ein unbedachter Schritt und … AUTSCH !!!
Und weil, – auch autsch! -, die Gemeinde Geld sparen muss und kein Streufahrzeug auf unseren Berg schickt, sitzen wir fest. Der Bär schmollt, denn der Garten allein genügt ihm nicht und der Weg zum Wald ist vereist. Herr Federwelt grollt, denn er wäre eigentlich gerne heute Morgen konspirativ irgendwie irgendwohin gefahren, aber die steile, kurvige Straße ins Tal empfiehlt sich gerade gar nicht. Und ich, ja, ich empfinde es als einen besonderen Genuss, einmal nicht voll funktionstüchtig einsatzfähig zu sein und improvisieren zu dürfen. Ein paradiesischer Zustand, oder?


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