Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den Oktober 2010.
Zuweilen blickt man mit Schrecken in den Spiegel und ruft entsetzt aus: „Huch! Ich sehe bald aus wie Angela Merkels Schwester!“ Und wehmütig streicht man über die beiden leicht muffig grämigen Mundwinkelfalten, die sich klammheimlich immer mehr ins Gesicht geschlichen haben. Muffig und grämig und merkelig? Oh, bitte nein. So nicht! Und schnell versucht man es mit einem Lächeln … und die Falte lächelt mit, mildert sich. Okay, manchmal gleicht es einem schiefen Smiley-Grinsen, dieses Anti-Falten-Lächeln, aber lieber Smiley als Muffelgram. Und vielleicht hilft jene neue, megatolle (sagt die Werbung!) Anti-Falten-Creme ja doch ein wenig, um dieser blöden Falte entgegen zu wirken. Oder vielleicht doch besser etwas mehr Schlaf und positives Denken? Oder gar öfter einmal ein herzhaftes Lachen?
Herzhaft gelacht habe ich zumindest als Anti-Falten-Training bei Sichtung der Statistik meines so lang verwaist ruhenden Blogs. Welcher Eintrag aus früheren Zeiten hier war und ist noch immer wohl der meist besuchte und welches Stichwort das meist verwandte, um via Google & Co zu diesem Blog zu finden? Ja, richtig geraten. Die Merkel-Falte, hier einst einmal ein So-Nebenbei-Thema.
Und nun wissen Sie, warum diese Falte hier nun noch einmal auftaucht, verbunden mit der stummen Frage: Hey, gibt es nichts Interessanteres in diesem Blog zu finden als jene dämliche Falte?
Ich weiß, der fruehe Vogel faengt den Wurm (oder frisst er ihn? Egal!), aber es heißt auch, je spaeter der Abend usw. … Und spaet ist es auch heute wieder geworden.
Dennoch moechte ich eines heute noch loswerden.
Achten will ich. Hochachten. Naemlich all jene, die es stemmen, alleine fuer Familie oder kranke Angehoerige zu sorgen neben Haushalt, Kindern oder Haustieren, Garten, Gatten UND Broterwerbsjob.
Diese Last ist fast unmachbar und unmenschlich, und dennoch schaffen es so viele. Oft bis zum Rande der Erschoepfung, doch wer fragt schon danach?
Ich. Heute. Und ich habe groessten Respekt vor Euch „Helden des wahren Lebens“. Wirklich.
Machen Sie es gut! Und wenn Sie sich einmal ein wenig Frust und Stress von der Seele reden (oder heulen) moechten, so tun Sie es gerne hier in der Federwelt. Ein bisschen von diesem Horror der Vielfachbelastung habe ich naemlich in den letzten Monaten auch kennen gelernt und … Nein, von mir wollte ich nun eigentlich nicht sprechen. Dieser Eintrag gehoert alleine Ihnen.
Passen Sie bitte auf sich auf!
Im Bett zu liegen und im Dunkeln … nein, nicht munkeln…, sondern mit Handy durch Blogs zu reisen und ein bisschen bei Twitter mit anderen Nachtgeistern zu zwitschern, ja, das hat was. Eine nette Art des Luxus’, und ich geniesse …
Ja, und nun blogge ich auch noch! Haha! Haette man mir das vor zehn Jahren oder so geweissagt, ja, ich haette lauthals gelacht ueber solch einen „Unsinn“. Jetzt lache ich auch. Lauthals. Aber psst! Die Welt schlaeft schon.
Gute Nacht, Blogwelt! Und traeume suess!
Ein Leben wie im Hamsterrad? Bekannt war mir der Begriff, doch wie er sich anfühlt, das erlebe ich so richtig nett fett in den letzten Jahren. Es dreht sich das Rad, auf und ab und auf und ab … und gerade mal wieder auf. Aber dieses Mal, Madame Schicksal, werde ich es anhalten, das Rad, dort, wo es vom „ab“ weit entfernt ist. Ich versuche es zumindest.
Noch dreht es sich, weg von der Talsohle, und ich freue mich auf den Tag, an dem ich vieles Unschöne endgültig aus dem Gedächtnis zu streichen vermag. Die Seele wird dazu, zum Streichen, sicherlich mehr Zeit benötigen, aber das ist in Ordnung so. Jeder kleine Seelenkratzer ist wie jede kleine Falte im Gesicht. Beide haben vieles zu erzählen und zu erinnern. Vom Leben.
So …
Ich glaube, ich bin wieder da. Noch nicht so ganz, aber mit einem Fuß in der Blogtür und den Augenblick lebend.
So … eben …


Letzte Kommentare