Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den Januar 2011.
Ich gebe es zu: Opas Lieblingsutensil ist schwer zu erraten, da schon lange käuflich nicht mehr erhältlich. Ich weiß gar nicht, ob dieses Teil überhaupt im Handel gängig zu erwerben war. Vielleicht ist es auch schon zu alt, denn alt, das ist es. Und, vielleicht hilft das beim Raten, es ist aus Silber, was man unschwer am ungeputzten Zustand erkennen kann.
Also, das „Dinglein“ setzt sich aus drei „Dingleins“ zusammen, und diese „Dingleins“ sehen so aus:
Wochenende. An einem Thema aus einer längst vergangenen Zeit geklebt. Hineingebissen. Verbissen. Leicht verzweifelt und mutlos, weil der entscheidende Kick unauffindbar war, den Tag beendet. Entschlossen, das Thema ad acta zu legen. Vergrabenes lässt sich zuweilen eben einfach nicht mehr ausgraben, auch nicht mit der Akribie eines Archäologen. Leicht missmutig ob dieser Tatsache zu Bett gegangen. Geträumt. Einen mir unbekannten Namen geträumt. Eine Stimme, die mir zuraunte: Such das Buch! Aufgewacht und zu nachtschlafender Zeit die Suchmaschine im Rechner betreten. Fundstück: Der geträumte Name. Autor eines Buch zu meinem vergrabenen Thema. Lächelnd wieder zu Bett gegangen und heute morgen ungläubig den Kopf geschüttelt. Nein, es war kein Traum. Er ist noch da, der Name und der Buchtitel. Surreal das Ganze, unheimlich fast – und nicht das erste Mal …
Opa war ein vornehmer Herr und ein Genussmensch. Steif und unnahbar für viele, lieb, großzügig und herzensgut zu jenen, die er liebte. Mich liebte er über alles. Als ich Kind war, lebten wir bei Opa. Kein einziges Mal habe ich ihn ohne Krawatte, Weste und Jackett, nicht einmal in seinen Privaträumen, gesehen. Er verließ auch nie das Haus ohne Anzug, Hut und Stock. Und da war noch etwas, ohne das er nie aus dem Haus ging. Es war dieses Teil, das er stets, neben den Zigarren, sorgfältig in einer inneren Anzugstasche versenkte. Heimlich, damit es meine Mutter nicht sah. Augenzwinkernd, wenn ich ihn dabei beobachtete oder wenn er es unterwegs auf unseren gemeinsamen Spaziergängen hervorholte und … ja, wozu brauchte er dieses Utensil und was machte er damit?
Ja, was ist es überhaupt?
Was ist Opas „Geheimnis“?
Eine Idee?
Auflösung des Rätsels demnächst hier im Blog.
Viel Spaß beim Raten!
Fanpost ist toll. Manchmal.
Und sehr aufschlussreich. Oft.
Zuweilen auch sehr verwundersam. Und ge.dan.ken.los …
Hallo Elana, ich arbeite als Erzieherin in einer Ganztagsschule und wenn die Kinder am Nachmittag die Möglichkeit suchen sich zu entspannen lese ich ihnen gerne mal einer Deiner Fantasietexte vor. Ich finde diese Reisen sehr schön und auch die Kinder lassen sich auf diese Art der Entspannung gerne ein. Ich habe mir die Geschichten aus der Seite ausgedruckt aber es war mir nicht möglich sie zu vergrößern… Schade. Ich würde mich freuen wenn du mir ein paar Geschichten zu senden könntest, damit ich die eine oder andere Reise machen kann. Im Namen der Kinder und auch meiner Person bedanke ich mich schon jetzt für deine Geschichten und hoffe das du uns welche schicken kannst an (folgt gmx Mailadresse…)
Bitteschön!
Dankeschön!
Hm?
Bescheidene Anmerkung der Autorin: Namenangabe wäre nett. Nachdenken wäre auch nicht schlecht, denn diese Texte tummeln sich überall in Printmedien und/oder eBooks und sind unter anderem auch deshalb geschrieben worden, um der Autorin den Kühlschrank zu füllen, den Strom und die Krankenversicherung und andere Dinge, die auch „arme Poeten“ so zum Leben brauchen, zu bezahlen. Ehrlich wahr!!!
In letzter Zeit war ich im Web oft auf Recherche unterwegs und habe einige wundervolle Schatzkästlein entdeckt. Ganz besondere Schätze für Bücherfreunde und Fans sog. „alter“, zum Teil längst vergessener Autorinnen und Autoren und deren Bücher, Romane, Biografien findet man HIER. Sehr viele dieser Bücher lassen sich kostenfrei als ebook sofort downloaden. Man braucht dazu nur den Acrobat Reader, um diese Bücher auf dem Rechner lesen zu können oder eben einen eBook-Reader. Letzterer ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Auch ich war skeptisch, gehört bei mir zum Lesen doch intensiv seit Kindheit auch das Schnuppern in Bücherseiten. Herr Federwelt hingegen ist hier pragmatischer und er schenkte mir vor knapp 1 1/2 Jahren einen der ersten Sony-Reader und nach einigem Zögern benutzte ich das Teil auch. Und was soll ich sagen: ICH BIN BEGEISTERT und lese seither fast nur noch Bücher auf dem Reader (als pdf oder epub-Format) und neuerdings auch auf dem iphone. Letzteres hat den Vorteil, dass das Display beleuchtet ist und ich auch bei widrigsten Lichtverhältnissen prima lesen kann. Ein weiterer Vorteil liegt klar auf der Hand: Ich trage immer die Bücher, die mir gerade am wichtigsten sind, in der Hosentasche mit mir UND, für meine computermüden Augen ganz toll, ich kann die Schriften beliebig vergrößern, was gerade abends sehr von Vorteil ist. Eine weitere schöne Sache ist, dass es inzwischen, von oben genannter Seite abgesehen, weitere Angebote im Netz gibt, die man stundenlang durchstöbern kann und die – legal – kostenfrei nutzbar sind. Auf Wunsch stelle ich sie gerne hier nach und nach vor.
Viel Spaß beim Stöbern !!!
Schriftsteller sind verrückt. Glauben viele. Scheint aber auch manchmal so zu sein, vor allem, wenn man einen dieser Spezies trifft, der mit sich selbst sprechend im Supermarkt steht oder auf der Parkbank sitzt oder sonstwo öffentlich aber wirklich alles tut, um für andere als durchgeknallt aufzufallen. Ist aber kein Wahn, dieses eigentümliche Verhalten mancher Kollegen. Sie kommunizieren nur gerade – im Geiste, damit’s jeder versteht – mit ihren Figuren aus dem aktuellen Roman, an dem sie gerade schreiben. Ein „echter“ Schriftsteller lebt nämlich eng mit seinen Figuren, packt sie so fest mit in seinen Alltag, dass für reale Menschen aus Fleisch und Blut wenig Platz bleibt. Ein Fall für den Psychiater?
„Der (gemeint ist der Psychiater, Anmerkung) würde uns vielleicht nicht abnehmen, dass wir mit unserer Hauptfigur frühstücken, spazierengehen, streiten – und sie auch noch fragen, ob sie guten Sex hatte und warum sie sich nicht dieses hässliche Hühnerauge endlich entfernen lässt.“ Aus einem Autorenblog
Toll. Genau so stellt sich Lieschen Müller das Romanschreiben vor. Und ich frag mich, warum ich noch immer alleine am Rechner sitze, während vielleicht eine meiner Romanfiguren schon nebenan mit einem leckeren Glas Rotwein auf mich wartet und die andere faul auf dem Sofa lümmelt und nach der Fernbedienung und einer supertollen DVD oder was auch immer schreit.
Pssst!
Ruft da nicht jemand?
Ach so, ich soll endlich „Feierabend“ machen und den Rechner ausschalten. Ein schönes Glas vin rouge aus dem Bordeaux wartet. Und die Küche sei auch schon aufgeräumt, schreit mir meine Romanfigur zudem noch dienstbeflissen zu.
Na, das nenne ich Service.
WahnSinn.
Und mit der philosophischen Frage, wie es zu der Wortzusammensetzung WahnSinn (macht Wahn Sinn oder steckt im Sinn Wahn oder … Hilfeee!) verlasse ich nun meinen Arbeitsplatz mit dem aktuellen Schmalztext und schalte um auf „Hurra, Feierabend!“ und eile freudig nach nebenan. Vielleicht wartet da ja wirklich der vin rouge, dekantiert in einer blitzblank aufgeräumten Küche, und ein Teller mit leckeren Schnittchen auf mich? Nun, morgen weiß ich mehr …
E.n.d.e. Eines meiner Lieblingsworte. Gerade eben durfte ich es wieder schreiben unter ein 120-Seiten-Manuskript-Machwerk grausligster Güte. E.n.d.e.
Doch jedem Ende wohnt ein Anfang inne, das sagte einst ein schlauer Mensch … und da ich in letzter Zeit etwas „geschlendriant“ hatte, gibt es nun keine Atempause, sondern es geht sogleich an den A.n.f.a.n.g der nächsten „Schmalzorgie“, deren E.n.d.e zum Monatsende „ge.en.det“ sein wird/muss/soll/Nerv/lange mache ich das nicht mehr mit und schreibe ein letztes E.n.d.e vom E.n.d.e oder so.
Man reiche mir ein Schmalztöpflein …
Und mit meinem heutigen E.n.d.e schließe ich meinen Kurzbericht über die dunklen Kapitel des Autorendaseins, jene, die für die Butter aufs Brot sorgen.
E.n.d.e
… Mit einem Augenzwinkern legte Fürst Nikolaus den Arm um Sophies Schultern. „Und? Bist du mit dem Ergebnis deiner Suche zufrieden, Tochter?“
„Und wie!“ Sophie nickte und lachte die beiden Männer, die sie schon ein Leben lang zu kennen glaubte, glücklich an.
„Und du, Patrick? Wenn ich eure Blicke richtig deute, hast auch du sicher nichts dagegen einzuwenden, mit Sophie und mir auf Wendenberg zu leben“, stellte Fürst Nikolaus schmunzelnd fest. „Und nun gebt euch schon einen Kuß, ihr beiden, und tut nicht so, als wüßte ich nicht, wie sehr ihr euch danach sehnt.- E.n.d.e -
Wenn man nicht aufpasst und beim Laufen auf einem wenig genutzten und daher recht unaufgeräumten Waldweg Rehe weiter oben im Hang anstarrt und tagträumt, muss man sich nicht wundern, wenn man plötzlich am Boden auf dem Allerwertesten sitzt. Doch, man wundert sich schon, denn da waren eben doch noch die beiden Rehe und überhaupt war alles so schön „waldig“ … Und da saß ich nun auf dem Boden, gestolpert über einen Ast.
Ich saß da und lachte nach dem ersten Schrecken. Ich glaube, die Rehe lachten auch, jedenfalls standen sie noch immer da und starrten mich an. Nun ja, mir ist zum Glück ist nichts passiert.
„Ich bin ein Glückspilz“, sagte ich fröhlich zu Herrn Federwelt. „Mir tut nichts weh.“
Das sagte ich gestern.
Und heute?
Autsch, die rechte Schulter! Tut weh. Und noch mehr Autsch am verlängerten Rücken. Arg viel Autsch sogar. Ein Blick in den Spiegel: nette blaue Tupfen rechtsseitig auf Schulter, Oberarm, Rücken und A*****backe verlängertem Rücken.
Wieso das denn? Gestern hatte ich doch gar nichts gespürt.
„Klar“, sagt Herr Federwelt. „Kenne ich von Karate. Das kommt immer einen Tag später.“
Er grinst.
Pah!
PS: Die beiden Rehe standen auch heute fast an der gleichen Stelle. Ich glaube, sie haben auf eine Fortsetzung meiner akrobatischen Vorstellung gewartet.
Pah!
Wundervolle Ideen zu haben ist etwas Wundervolles, so wundervoll, dass ich dieses Adjektiv nun 3 Mal in einem Satz verwende. Es liest ja kein Lektor hier mit, und wenn doch, dann wird sein Vergnügen ein wundervolles sein. Doch ich schweife ab. Meine wund…, nein, ich sage es nun nicht mehr, also, meine gestern aus aktuellem Anlass geborene Idee war – oder ist es noch – ein freitäglichen „Ohhhmmm“ in Form einer kleinen Musikdatei ins Blog zu setzen.
Mein Freitags-Ohhhmmm Marke Federwelten-Eigenbau.
Nun, das mit der Musik ist das kleinste Problem. Sie ist da – auf Festplatte oder im Kopf und in den Fingern. Nur, wie bringe ich das gute Stück nun hier herein? Ehrlich, ich habe den gestrigen Abend mit Basteln verbracht, wurde von hier nach da und zu zu you-tube geschickt mit der Botschaft, mp3 oder mp4 oder m4a Dateien seien über einen Upload dort prima ins Netz zu setzen und hier dann einzubauen. Aha. Zwar will ich keinen Film ins Blog setzen, schon allein deshalb, weil ich keine Filmdateien habe und auch nicht unbedingt machen will, auch keine Diashows und all das. Nein, ich will eine ruhige Ohhhmmm-Musik hier einsetzen und sonst nichts. Das meint you tube auch, denn als ich dort mein Glück versuchte, hieß es, ohne Film/Video kein Ergebnis.
Ha! Der Fluch der Technik!
Und somit war meine wunder…, äh, tolle Idee zunächst einmal gekillt…
Ohhhmmm …
Und wer nun einen guten Tipp hat, wie man einen Musiktrack hier einzubauen vermag, ist sich seiner virtuellen Umarmung schon jetzt sicher.
Also, wer möchte bitte umarmt werden?
Ach bitte, ich möchte das so sehr haben.
Ohhhmmm …
Nachtrag zu Euren lieben Kommentaren, Frau Neunmalklug, Frau La Braun und Herr vizero zum Thema „blond“ oder nicht.
Das sagt mir das Programm, wenn ich, wie Ihr vorschlagt, via Audio zu laden versuche.
Seltsam, nicht?
Audio hinzufügen
Zulässige Dateitypen: jpg, jpeg, png, gif, pdf, doc, ppt, odt, pptx, docx, pps, ppsx, xls, xlsx.
Du benutzt den Browser Uploader. Versuche stattdessen den Flashuploader.
44.1 MB belegt, 3.0 GB (98.6%) Upload Speicherplatz verbleibend. Du kannst MP3, M4A, WAV und OGG-Audiodateien hochladen und deinen verfügbaren Webspace mit einer Webspace Erweiterung vergrößern. Du kannst Videos hochladen und direkt in Deinen Blog einbinden mit Video Upgrade.
Und dann nach
gefühlten 30 Minutenca. 5 Minuten Wartezeit kommt diese nette Meldung:Mediadateien von deinem Computer hinzufügen
Sorry, dieser Dateityp ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.
Es gibt Tage, an denen könnte man, eigentlich ohne nennenswerten Grund, nur eines tun: heulen, wüten, hauen, balgen, schreien, maulen, meckern, fluchen und Geschirr zerdeppern.
Tage, an denen alles Verdrängte und Unschöne wie Mahnmale auf der Seele lasten und wie bei einem ruhenden Vulkan nach Eruption drängen.
Tage, die einfach nur so sind: Grrrrrrrrr …
Heute ist so einer, und vielleicht geben die Nervzwerge und Heulhexen nach diesem Blogeintrag nun ein wenig Ruhe und sind wieder netter zu mir.
Übrigens: Wie Viren scheinen sie an Tagen wie diesem umherzuschwirren, denn ich traf und/oder sprach schon mehrere Leute heute, denen der Sinn nur nach einem stand, nämlich nach heulen, wüten, hauen, balgen, schreien, maulen, meckern, fluchen und Geschirr zerdeppern.
Wer mit jaulen möchte: Einfach melden und heulen, wüten, hauen, balgen, schreien, maulen, meckern, fluchen und Geschirr zerdeppern.
Ich fang schon mal an!
Kommentare beantworten und Blogbesuche absolvieren, das verschiebe ich besser aus gutem Grunde
„DIE GRIPPEWELLE NAHT!!!“, schreit es mir in großen Buchstaben aus der Tageszeitung entgegen.“
„Achtung, Grippe kommt!“, höre ich im Radio.
Hey, das klingt ja richtig ernst. Gleich zwei Warnungen an einem Tag.
Und ich, ich war gestern mitten in dicken, fetten Menschenmassen unterwegs, wohnte einem Treffen unter Leuten bei und lümmelte mit Bekannten noch zwei Stündchen mit Hund und ohne Gatten inner Kneipe. Und die war voll, die Kneipe. Menschenmassenvoll.
Au weh!
Denn überall, so die bedrohlichen News aus Presse und Medien, schwirren und fliegen sie herum, diese kleinen Killervirenkerle, greifen an, packen voller Gier zu mit dem Ziel, dich dahinzuraffen – oder zumindest für eine Weile mal platt zu legen.
Oh! Ich spüre etwas. Es kribbelt in der Nase.
Jetzt! Jetzt haben sie mich erwischt. Gierig und verfressen nisten sie sich gerade in den Nasenschleimhäuten ein und ich kann nichts dagegen tun.
Ich schnäuze (oder darf man noch „schneuze“ sagen?), simuliere ein halbgares Niesen, putze die Nase, lausche in mich hinein, warte, atme auf.
Falscher Alarm.
Es war nur ein leichtes Kitzeln. Noch nisten sie nicht, die Viren.
Da muss man aber nun gleich vorbeugen. Obst. Obstsaft. Obstsalat.
Dann rrrrraus an die frische Luft. In strammem Marsch über matschige Pfade die übliche Hunderunde, nur doppelt so schnell. Später, zum Abendessen dann Sauerkraut, fies gewürzt mit Chili und Ingwer und bestrichen mit extra scharfem Meerrettich. Dazu Kartoffeln, wie das Kraut sehr Vitamin-C-reich, und für den Gatten – zum Erhalt der Laune – ein paar Würstchen. Mahlzeit!
Das Zeugs schmeckte sogar und, so die vage Hoffnung, es stärkt das Immunsystem.
Was auch das Immunsystem stärkt, höre ich, ist viel Schlaf.
Na bitte! Das ist doch Balsam für die faule Seele!
Mit immer noch nicht kribbelnder Nase kuschle ich mich bequem aufs Sofa, um das Immunsystem zu stärken.
Halt! Die SWR-Wetterreporter, der tägliche Kult, möchte ich aber nun doch nicht verpassen. Schlafen kann ich hinterher. Heute wollen sie doch über den hochwasservollen Neckar berichten, und das interessiert eine alte Stormchaserin wie mich natürlich brennend.
Der Teufel steckt im Detail.
Fünf Minuten zu früh schalte ich die Glotzkiste an und lande den Volltreffer meines hypochondrischen Tages: Ein Interview mit dem Fernseharzt. Thema: Die Grippewelle rollt an!
Was auch sonst?
Autsch!
Hört sich ja gar nicht gut an, was man da so zu hören kriegt.
Besorgt begebe ich mich auf Fantasiereise in meine Nase, bohrend fragend (nein, nicht mit dem Finger – nur mit der Kraft der Gedanken, klar?), ob sich die gemeinen Killerviren nicht doch bereits in einer Ecke lauernd verstecken und sich formatieren, um zum Angriff zu blasen.
Vor lauter „In-die-Nase-hineinhorchen“ verpasse ich den zugewasserten Neckar. Aber was interessiert so ein bisschen Wasser, wenn ich mich gerade von Killern bedroht fühle?
Tatsächlich. Es kribbelt in der Nase.
Ganz leicht nur. Bestimmt eine erste Scheinattacke dieser kleinen fiesen Killerkerle. Das erste kleine Wellchen der Welle, ich meine dieser Grippewelle?
Ich glaube, ich stärke noch ein wenig mein Immunsystem und schlafe eine Runde.
Die Arbeit muss warten.
Das ist doch zu verstehen. Schließlich sollte man in diesen schweren Zeiten kein Risiko eingehen.
Oder?
„Nein“, sagt ein Stimmchen, das innere. „Du hattest heute nur keine Lust zum Arbeiten und es ist dir trefflichst gelungen, dich davor zu drücken. Und nimm nicht jedes Mediengetöse gleich so ernst!“
Peng!
Es hat Recht, das Stimmchen.
Ich erhebe mich vom Kuschelsofa, schalte den Rechner ein – und schreibe weiter an dem zum Ende der Woche abzugebenen Text.
Einen schönen Abend auch!
Und gute Besserung!
Oh, was für eine Überraschung. Nein, was für eine superliebe Überraschung, wobei ich besonders die Begründung für die Überraschung so superlieb finde. Und weil das so ist, sage ich in diesem Fall JA, wenngleich ich bei vergleichbaren Award-Geschenken ebenso wie bei Stöckchen und irgendwelche Tagesfüller lieber NEIN sage! Dieses Geschenk hier von meinem tierlieben Bloggast AnnaFelicitas aber nehme ich sehr gerne an, denn es fühlt sich gut an und ehrlich.
Vielen Dank!
Und während ich das nun erst mal sacken lasse und technikbegabt überlege und „übe“, wie ich dieses Geschenk hier optisch unterbringen kann, lasse ich als kleines Dankeschön für die nette Spenderin – und für alle Blogbesucher, besonders die Katzenfreunde unter ihnen – Kater Leo ins Blog purzeln. Ich hoffe, sie macht ein bisschen Spaß!
Leo, der König aller Tiere
Faul liegt Leo, der dicke Kater, in der Sonne bei der Scheune. Er belauscht die Kinder, die neben ihm im Gras sitzen und sich ein Bilderbuch mit Tieren aus Afrika ansehen.
Interessant, denkt Leo, was man von seinen Kollegen aus fernen Ländern so alles erfährt. Katzen, hört er gerade, soll es in diesem Afrika auch geben. Großkatzen, die Löwen heißen. Der Löwe, hört Leo weiter, ist dort sogar König der Tiere.
Toll. Ein Katzentier als König der Tiere. Stolz leckt Leo über sein rotbraunes Fell. Ich bin etwas ganz Besonderes, denkt er. Ich weil ich hier im Dorf der größte Kater bin, bin ich auch so etwas wie eine Großkatze.
„Jawohl“, brummt er leise, „ich bin ein großer Kater. Ein Großkater. Wundervoll toll.“ Zufrieden macht er es sich auf seinem Ruheplätzchen noch etwas bequemer.
„Wisst ihr, was Löwe auf lateinisch heißt?“, ruft da eines der Kinder und lacht. Es deutet auf Leo. „Leo“, heißt Löwe auf lateinisch. „Wie unser dicker, fauler Kater.“
Leo blinzelt. Prima. Er, der Großkater des Dorfes, trägt den Namen ´Löwe´. Also ist er auch der König aller Tiere hier. Nicht schlecht. Er hebt den Kopf und blickt zu den Kindern hinüber.
Die aber lachen bloß. „Dieser dicke, faule Katerkerl, der nicht mal Lust zum Mäusefangen hat, ist nach einem Löwen getauft?“, kichern sie. „Hohoho.“
Da tut Leo, als schliefe er tief und fest. Am Abend aber macht er sich auf den Weg durchs Dorf. „Ich bin ein Löwe, der König aller Tiere“, sagt er zu den Kühen, Pferden, Schweinen, Hühnern, Enten, Hasen, Fröschen und besonders zu seinen Katzenkollegen. Denen aber fällt auch nichts anderes ein, als zu lachen und sich über ihn lustig zu machen. Selbst die Mäuse, die sich in seiner Nähe frech aus ihren Mauselöchern wagen, kichern in den höchsten Tönen. „Hihihihiiiii!“
Laut und fröhlich geht es in dieser Nacht im Dorf zu.
Großkater Leo, der König der Tiere, ist tief gekränkt. „Ihr werdet meine königlichen Qualitäten noch kennen lernen“, brummt er, doch er brummt es nur ganz leise in seinen Bart. Dann legt er sich in königlicher Würde wieder auf seinen Schlafplatz. „Morgen“, nimmt er sich vor, „werde ich es ihnen zeigen. So sehr, bis mir alle Respekt zollen. Zuerst fange ich in meinem Katerreich an. Und wehe, ich höre noch einmal ein Katzentier oder ein nichtsnutziges Mausevieh lachen! Wehe! Alle werden sie mich kennen lernen. Doch nun muss ich mich erst einmal ausruhen. Eine harte Zeit liegt vor mir.“
Und als die Kinder an diesem Tag wieder in den Hof kommen, sehen sie Kater Leo dick und faul und träge und bei der Scheune liegen. Leo blinzelt und dreht sich auf die andere Seite. Vom Kinderbelauschen hat er erst einmal die Nase voll. Ist mir zu stressig, was man da alles so zu hören bekommt, denkt er und schläft auf der Stelle ein.
Als ich heute wieder einmal mit 1001 Gedanken, davon 11/12 beruflicher Art, im Wald hinter dem Bären hertrottete, dachte ich darüber nach, ob es nicht netter und hilfreicher für mich und mein Gedanken-Kopf-Chaos wäre, auch über einen Teil dieser beruflichen Gedanken zu bloggen. Macht dieser Bereich doch den Großteil meines Lebens aus, ja, und vielleicht befinden sich unter meinen stummen Blogbesuchern auch solche, die immer wieder einmal gerne zu sagen pflegen: „Ach, hast du es gut. Du darfst dir immer nette Geschichten und solche Sachen ausdenken“ oder „Ein Buch wollte ich schon immer schreiben!“ oder „Irgendwann schreibe ich auch mal ein Buch. Ist ja kinderleicht, schließlich hab ich einen Computer!“ Äh, ja – und psssst!
Doch, ich glaube, die Federwelten verdienten mehr den Touch eines Autorenblogs. Schaun wir mal.
Dies nur so mal, ich muss rasch weiter „autoren“
Manchmal, wenn ich nicht gerade Fenster putze oder sonst etwas Kreatives unternehme, tu ich ja auch dichten. Auch Gedichte und Liedtexte für Kinder, ja, und da habe ich in meinem Berufsblog eine Rüge erhalten. Auf der Suche nach Gedichten stieß ein tapferer Googlereiter zwar tatsächlich bei mir auf ein Gedicht zum gesuchten Thema, nur, es hat einen Haken, das Gedicht. Und der lautet so:
naia
ein bissche zukurz!!!
ZUKURZ SO GEMEINT
ich bin ja erst in der fuften klasse
also ich habe die aufgabe meines lerers erhalten:
„Ich sollte unfangreiche gedichte suchen“
Dss hier war nicht so BESONDERS lang.
mit lieben grüßen aus salzburg und den BRG SALZBURG(= Zitat)
Tja … Wie konnte ich aber auch so gemein sein!
Heute war ich Hausfrau, und das ist nichts Weltbewegendes und eigentlich eher etwas Ärgerliches angesichts dessen, was ich eigentlich vorhatte zu tun, zu lesen, zu schreiben, zu hören, zu unternehmen. Und dennoch ist es eine kurze Notiz wert, dieses leidige Hausfrau“getuns“, denn ich habe ENDLICH die leidigen Fenster und noch so einiges mehr geputzt – und diese Kraftakte schiebe ich nun schon seit Ostern (ja, richtig gelesen!) vor mich her. Wenn DAS nun also nicht einen, wenn auch sinnentleerten, Eintrag wert ist … !!!
Applaus, Elana!
Der Tenor der Kommentare (Vielen Dank an dieser Stelle!) zu meinem gestrigen Eintrag „Massentierhaltung“, mal ganz lapidar in der Zusammenfassung gesagt, lautet: Das Bewusstsein der Verbraucher sollte sich ändern, man muss das „billige Zeugs“ ja nicht kaufen etc.
Richtig. Aber … es gibt ein Aber …
Mein Denkanstoß dazu: Solange das Vorurteil, ein bewussteres, gesünderes Einkaufen, Kochen, Essen, Leben sei teurer und nicht für jede Geldbörse erschwinglich, weiterhin besteht, wird sich im Kaufverhalten nichts ändern. Wir dachten – offen gesagt – auch sehr lange Zeit, dass BIO = TEUER bedeutet. Wir dachten es, lassen uns jedoch seit Sommer 2010 eines Besseren belehren und ändern peu à peu unser Kaufverhalten und damit ändert sich peu à peu unsere ganze Lebenshaltung und -einstellung – und wir fühlen uns wundervoll dabei. Und, was uns mehr als erstaunt: Wir ernähren uns gedankenvoller, abwechslungsreicher, genussvoller UND kostengünstiger, obwohl wir – vermeintlich – teurer einkaufen. Einfach, weil wir es bewusster tun. Das ist so so schön. Ja, und dies gälte es den Verbrauchern zunächst zu vermitteln. Oder ?
Unterschriftsaktionen sind eigentlich – mit wenigen Ausnahmen – nicht so mein Ding GEWESEN, doch da ich nicht mehr länger schweigen und damit JA sage, obgleich ich lieber NEIN sagen möchte, werde ich diese Haltung nun doch grundlegend ändern. HIER zum Beispiel im APPELL für den AUSSTIEG AUS DER MASSENTIERHALTUNG.
Ich denke, es ist höchste Zeit …
Wir alle wissen längst, dass in der modernen Massentierhaltung eine Tierquälerei in gigantischem Ausmaß stattfindet. Trotzdem nimmt die Zahl und Größe der Tierfabriken in Deutschland immer weiter zu. Die Auswirkungen sind fatal. Die Massentierhaltung
bereitet Tieren ein Leben voller Schmerz und Leiden,
trägt zum Klimawandel bei,
verschmutzt unsere Umwelt,
ist ein Brutkasten für Krankheitserreger,
schadet unserer Gesundheit,
verschwendet wichtige Ressourcen
und zerstört die Existenzgrundlage von Bauern in Entwicklungsländern.
Man muss keine Veganerin, keine Vegetarierin, ja nicht einmal ein Tierfreund sein, um zu sehen, dass hier politischer Regelungsbedarf besteht. Wir rufen deswegen alle verantwortungsbewussten Menschen auf, sich uns anzuschließen:Wir fordern den Ausstieg aus der Massentierhaltung und die Transformation zu einer sozial-ökologischen Landwirtschaft!
aus: http://www.gegen-massentierhaltung.de/
Dämmerung vertreibt den kühlen Morgendunst. Die Sonne kündet sich mit einem rosaroten Schimmer hinter den Gipfeln der Berge an, sendet ihre ersten Strahlen und begrüßt den neuen Tag.
Eine einsame Gestalt, in eine wärmende Decke gehüllt, sitzt im Schutz des Steinkreises auf einem Hügel und blickt zum Horizont der aufgehenden Sonne entgegen.
Die ganze Nacht hat sie hier ausgeharrt, alleine mit sich und ihren Gedanken, alleine mit der Natur und der Welt.
Ein Sonnenstrahl streift das Gesicht des wartenden Menschleins und dessen Herz klopft etwas schneller.
Hallo, Welt!
Ich kannte Dich nur virtuell, aber ich hatte Dich und Deine herzliche, weise, weitsichtige Art sehrsehr gern. Und nun bist du ganz woanders, auf der anderen Seite, „im Licht“, wie es gemeinsame Bekannte tröstend bezeichnen.
Ganzganz viel Licht wünsche ich Dir, liebe A., und sei nicht böse, wenn ich nun doch sehrsehr traurig bin.
Leb wohl!







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