Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den Juli 2011.

Oh nein, das gibt keinen Eintrag über das Wetter und ich verrate daher nun auch nicht, ob die Sonne scheint oder ob der Himmel weint …

Oh, das war nun Bullshit im Sinne des BlaBlaMeters, schätze ich mal.
Ich werde dies doch gleich einmal testen, aber nein, das funktioniert nur bei Texten mit mehr als drei oder vier Sätzen. Ist aber ganz witzig, und, wie ich von Schreiberlingen via Facebook erfahre, für viele sogar äußerst hilfreich bei ihrer Arbeit.

Wollt Ihr auch Eure Schreibe auf „Bullshit“ testen?
Dann bitte, besucht das BlaBlaMeter!
Viel Spaß!

Ergebnisse „dürfen“ hier bekannt gegeben werden ;)

Mein Ergebnis zu diesem Blogeintrag:
Ihr Text: 682 Zeichen, 109 Wörter
Bullshit-Index :0.06
Ihr Text zeigt keine oder nur sehr geringe Hinweise auf ‘Bullshit’-Deutsch.

Na, gute Nachrichten machen den Tag heller … :)

Übers Wetter, das nehme ich mir fest vor, möchte ich nichts mehr schreiben. Ich verbeuge mich vor den Elementen und beuge mich ihnen, was bleibt mir/uns auch anderes übrig?, und sagte leise „Adieu“ zum Sommer. Andere Mütter haben auch nette Söhne, äh, falsch, will sagen, andere Monate haben auch ihre Reize und ab sofort werde ich jeden Tag in angemessener Weise so feiern, wie er sich mir, wettermäßig, präsentiert.
Heute feiere ich also einen netten, schwülen, feuchten, wolkennebeltristen Spätoktobertag und denke genüsslich an Kürbissuppe, Quiche Lorraine und Apfelkuchen mit heißer Schokolade, an Musestunden bei Kerzenlicht und sentimentalen Chansons, an Kuschelsocken und …
… und an all den anderen Kram, mit dem man sich einen fiesen Herbsttag schönredet.
Punkt. ;)

Wenn ich nur nicht so kreislaufmüde und tränenanfällig wäre, mein Tribut an diesen schwülen Spätoktobertag im Juli

Abgeschnitten von der Welt warten wir unter einer schützenden Buche das Ende eines Regenschauers ab.
Merke: Regenkleidung wäre empfehlenswert.

Bis später ;)

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Ich SITZE in der SONNE !!!
Beweisfoto vom Tatort Dachterrasse anbei.
Unglaublich … Schön …

Nachtrag zwei Stunden später:
Ich sitze nicht mehr in der Sonne. Nicht, weil ich das nicht haben wollte, sondern …
Ratet!

Noch ein Nachtrag: Handybilder sehen im Blog echt doof aus !!!

„Duuu … Liebes …???“
„Hm?“, frage ich den Liebsten aller Liebsten, der plötzlich mit äußerst besorgter Miene vor mir steht. „Was hast du?“
„Ich?“ Er schüttelt – mit einer abwehrenden und zugleich beruhigenden Miene – den Kopf. „Mir geht es ausgezeichnet. Aber … ja, ich finde, du solltest dringend einen kleinen Mittagsschlaf machen.“
Mittagsschlaf? Ich? Seit wann schlafe ich mittags? Sehe ich so blass aus oder …!? Alarmiert fixiere ich die Miene des Gatten. Die Röte seiner Wangen nimmt zu, die Augen flattern, während er nervös zur Uhr schaut.
„So ein Schläfchen tut dir bestimmt gut“, meint er. „Es ist doch Sonntag. Ruhetag. – Du kannst nicht immer arbeiten.“
Seine Stimme zittert irgendwie. Was hat er? So kenne ich ihn nicht. Es sei denn, er heckt etwas aus. Dann begreife ich. Sonntag. Der Countdown läuft … und ich flätze mit dem Lap gemütlich auf dem Sofa, welches in TV-Nähe steht. Aha! In einer Viertelstunde oder so beginnt der „Große Preis von Deutschland auf dem Nürburgring“ und dieser scheinheilige Lügner mein schüchterner Liebling würde dieses Rennen gerne sehen, so wie jedes Jahr. Selbstlos und auf Umwegen …
Ich lehne mich noch gemütlicher zurück, lächle ihn freundlich an, bedanke mich für seine Besorgnis und haue mich noch tiefer in die Polster.
„Oh nöö“, sage ich lässig. „Danke für deinen lieb gemeinten Rat, aber ich bin wirklich üüüberhaupt nicht müde. Ich habe noch soooooo viel hier zu tun.“
Ich deute aufs Lap, tippe ein paar Worte und grinse. „Außerdem: Gleich beginnt das Autorennen. Das lasse ich mir doch nicht entgehen.“

Öhhhm …

Oooooohhhmmmm ….

Ruhe! Schweigen! Dann ein wieherndes Lachen.

Ja, so mag ich uns. Nicht nur an Sonntagen.

Folgt auf Regen Sonnenschein,
darf Foto-Elke glücklich sein,

… denn nur in solchen Momenten, in denen nach einer Regennacht die Nebeldunstwolken sich früh am Morgen nur langsam auflösen und sie sich mit den ersten Sonnenstrahlen treffen, ja, dann ist’s der richtige Moment für herrlich magische Naturfotos – oder Regentropfen-Makros. Ich liebe sie, diese Motive.

Vorgestern war so ein Fotografier-Glückstag. Kurz nach Sonnenaufgang im Wald traf ich sie alle, die Elfen, Wichtel, Feen, Rehe, zwei Wildschweine (von hinten zum Glück nur), Eichhörnchen … und einen Bären.

Hier sieht man den Dunst im Tal zwischen den Bäumen hervor blitzen.
Eine ganz wundervolle Stimmung mit all den tanzenden Feen zwischen Bäumen und Sträuchern …

… und dann traf ich die „Herrin“ höchstpersönlich, na ja, sie lächelte mir mit ihren Strahlen zu, herablassend ein wenig. Wusste sie doch schon, dass ihr Gastspiel nur einige Stunden währen würde bis zur nächsten Wolkenwand.
Nun ja, irgendwann wird ihr langweilig werden in ihrer Kemenate hinter den Wolken.
Oder?
:)

Was ist das denn da?

Nein, ich meine nicht das Sofa und auch nicht die Sonnenstrahlen, die heute für ein paar tolle Stunden von der Dachterrasse ins Arbeitszimmer lugten …

Was das ist?

Na, ist doch klar … und – wohlbemerkt – eine nicht erlaubte Sofabesetzung und nur zufällig „bei Zuwiderhandlung erwischt“ ;)

Merke: Ein Bär hält sich bevorzugt im Freien auf, wenn es regnet, frostet oder schneit. Wenn die Sonne scheint, pflegt er sich irgendwo im Haus zu verkriechen, nun bevorzugt auf „verbotenem“ Terrain.

Aber ehrlich, kann man da schimpfen?

Einen RegenBlumenstrauß habe ich heute in einer Arbeitspause gepflückt.
Ehrlich, wenn es draußen so ganz arg grau ist, braucht’s ein wenig Bunt im Tag.
Und als es mir heute mit dem Regengrau zu bunt wurde, machte ich mich auf Bunt-Suche. Am Rande des großen Waldes, dort, wo sich die Weinberge an den Bergstraßenhängen emporkraucheln, blühen die wunderherrlichsten Wildkräuter. Zwar hatten sie ihre Augen, pardon, ihre nass-schweren Blütenköpfe leicht missmutig verschlossen, doch sie gestatteten mir doch, ein paar Stängelein zu pflücken und mit nach Hause zu nehmen. Dort lebten sie auf und lächelten mich an, leise und weise, und sie sind mir gar nicht böse, dass ihr Lebensweg nun in einem Blumenkrug endet.

Ich bedanke mich artig und freue mich an ihrem Bunt, mit dem sie uns nun verwöhnen.
Und draußen, da regnet es noch immer.
Na und?

Ein bunter Gruß

Mit leisem Bedauern bin ich gerade dabei, nach einem interessanten und informativen Telefonat eine weitere Woche der knappen Blogger-Worte einzuleiten und mich unverzüglich in die Schreibkemenate zu begeben.
Zum Glück spielt das „unsommrige“ Wetter mit, und die Verbannung fällt nicht gar so schwer.
Dabei hätte ich sooo viel zu erzählen. Sooo vielen Fotostories und mehr.
Später.
Bis dahin wird’s nur „Kurz, kurz“-Beiträge geben.

Und das war nun „kurz, kurz“ – gar nicht so leicht für mich Wortschwafeltante ;)

„Es regnet und keiner hat mich lieb!!!“

Es regnet, und keiner hat sie lieb???

Die Nachricht per SMS schreckt aus träger dröger Sonntagsdösigkeit.
Es regnet und keiner hat sie lieb? Mit drei Ausrufezeichen?
Nein, das kann nicht angehen.

„Es regnet … und keiner hat sie lieb! Und wenn du hier nun helfen magst, so schicke eine „Ich-mag-dich-auch-wenn-es-regnet-SMS“ an 0171-123456789 und diese SMS hier leite weiter an drei dir besonders liebe Adressaten“,
tippe ich als Kurznachricht und schicke diese an drei mir besonders liebe Bekannte weiter, grinse und vergesse die Geschichte ganz rasch wieder. Mir ist nämlich, als hätte ein klitzekleiner Sonnenstrahl es versucht, sich durch das Wolkengewurle am Himmel zu stehlen. Dachte ich. Ist aber nicht. Egal.
Ich lehne mich zurück, Schreibblöckchen auf den Knien und träume mich mit Stift und Papier wieder in andere Welten. Welten, in denen es zuweilen auch regnet, denn ich mag jene zuckersüßen ImmerSonneWonneWelten, gedruckt auf Papier, nur sehr begrenzt leiden.

Es regnet den ganzen Tag weiter … Witzbolde sagen, „Heute regnet es nur einmal! Hahaha!“, äh, ja … also es regnet und ich träume und schreibe und schlürfe wahlweise Espresso und Ingwertee und schreibe wieder und träume und …
Das Handysignal weckt mich erneut aus meiner Dösigkeit.

„Es regnet … und keiner hat sie lieb! Und wenn du hier nun helfen magst, so schicke eine „Ich-mag-dich-auch-wenn-es-regnet-SMS“ an 0171-123456789 und diese SMS leite weiter an drei dir besonders liebe Adressaten“,
lese ich auf dem Display, murmle „Wie schön, Herr xy, habe schon ewig nichts mehr von dir gehört!“ und leite das Ganze wieder – anderweitig dieses Mal – weiter.

„Es regnet … und keiner hat sie lieb! Und wenn du …“.

Noch einige Male erreicht mich diese SOS-Meldung und mein Gewissen schwärzt sich dunkel ein, nimmt Regenwolkenfarben an. Was habe ich da bloß angerichtet?
Irgendwann wage ich es nicht mehr, aufs Display meines Handys zu sehen. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß … Doch heiß und heißer wird mir – mit jedem Signalton ein bisschen mehr.
Ich atme tief durch, greife – ein letztes Mal – zum Handy, tippe:
„Es regnet und ich schwitze Blut. Kannst du mir verzeihen, liebste Freundin? PS: Und ja, ich hab dich lieb…“

Die Antwort kommt prompt.
Ich dich auch… Es ist ein so wundervoller Tag heute. Du glaubst nicht, was hier los ist, doch das erzähle ich dir morgen. Jetzt habe ich keine Zeit. Bussi…!“

Hmpf!!!
Es regnet und keiner hat mich lieb!!!, denke ich, blicke zum Handy … und bedauere es fast ein bisschen, dass diese Geschichte hier nichts weiter ist als eine Geschichte …

Eigentlich wollte ich jetzt noch bloggen und zwar etwas Sinnvolles oder wenigstens etwas Nettes oder Informatives oder etwas „Autremondiges“ (= etwas aus der Welt, die sich vor mir auftut, wenn ich die Finger auf die Tasten lege, die Augen schließe und einfach lostippe, was ich, psssst, oft hier im „leeren Blatt“ tue) schreiben.
Eigentlich.
Denn eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dieses Blog nicht zu vernachlässigen und endlich eine „ernsthafte unschlampige“ Bloggerin zu werden.
Eigentlich, wie gesagt.
Uneigentlich aber muss ich heute passen.
Ich bin müde und quengelig und verfroren und wetterfühlig und mondsüchtig und etwas überarbeitet und der Klavierspieler streicht seit Tagen so ungemütlich nervig die Wände und ist nun in meiner Arbeitshöhle angelangt und außerdem hat mich heute eine Zecke GESTOCHEN und ich fürchte Zecken fast so sehr wie Schlangen und …
Seht ihr? Ich bin wirklich quengelig und suche mir nun eine Ecke zum Verkriechen, um leise alleine für mich weiter zu quengeln oder mal wieder ein an-ständiges Buch zu lesen.
Eigentlich …

Und wie geht es Euch so an diesem blöden Tag?

PS: Mein Pflichtarbeitspensum allerdings habe ich trotz allem artig erledigt. Aber warum lobt mich keiner? ;)

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Irgendwie gerade etwas müde, lümmele ich nach leckerer Kräuterpizza auf dem Balkon und gucke Himmel, und das sieht aktuell von meinem Lieblingssessel so aus: (siehe Foto).
Eine gute Gelegenheit, das Bloggen via Handy einmal zu testen.
Na, hat es geklappt?

Wenn die Seelenfreundin Geburtstag hat, wachsen kleine Sonnen zum Himmel und viele Abermillionen und mehr Blüten öffnen ihre Knospen und lächeln ein fröhliches „Hab einen schönen Tag!“ in den Welt hinaus.

Ein leises Lächeln auch von mir, dem Klavierspieler und dem Bären.

Hab es schön und ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG, DU LIEBE !!!

:) :) :)

Die Nacht war schwül und voller Geräusche. Niemand in der kleinen Stadt am Rande des großen Waldes konnte gut schlafen. Alle, Menschen wie Tiere, waren unruhig. Gewitterstimmung. Etwas Unheilvolles lag in der Luft. In der Ferne grollten Donnerschläge. Blitze erhellten für Bruchteile von Sekunden den Horizont. Man konnte das Unwetter, das dort tobte, spüren. Doch es zog nicht, wie angekündigt, weiter über die Wälder herüber. Die Luft schien zu stehen. Schwer, warm, stickig. Da war auch nicht der kleinste Windhauch, der ein wenig Abkühlung brachte. Die Wolkenberge, die Blumenkohlköpfen ähnelten, senkten sich tief über das Land. Sie machten die Luft schwerer und schwüler. Doch sie entluden sich nicht. Der Regen blieb aus.
Reglos verharrten die Menschen in gereizter Stimmung. Sie fühlten sich nicht wohl.
„Eine schreckliche Nacht“, sagten manche. „Man kann das Unheil fast spüren.“
„Eine Luft für Blutsauger“, stöhnten andere und sie schlugen nervös und wahllos in die Luft, um die Schnaken und Stechmücken, die diese Nacht regierten, zu verjagen. „Hoffentlich kommt das Gewitter bald und verjagt diese Plagegeister.“
„Was für eine Geisternacht!“, flüsterten wieder andere Leute und sie dachten an umherschweifende Monster und Vampire.
Und jeder hatte, ein bisschen zumindest, Recht mit seinen Vorahnungen.
„Blut! Ich habe Durst nach frischem Blut“, raunte einer jener Vampire seinem Gefährten zu. „Das nächste Lebewesen, das mir begegnet, wird mein Opfer sein.“
Hungrig und durstig suchte er sich einen geeigneten Platz, kletterte auf die Spitze eines Grashalmes und wartete. Schweigend tat es sein Gefährte ihm nach. Und die beiden Blutsauger hatten Glück. Eine Katze strich auf dem Heimweg durchs tiefe Gras, die beiden „Vampire“ ließen sich fallen und bohrten wenig später gierig und unbemerkt ihre Saugrüssel in den Hals ihres Opfers.
Sonst passierte eigentlich doch nicht viel in dieser Nacht. Das ferne Gewitter zog weiter und nahm die Wolkenberge mit, ein neuer schwüler Sommertag kündete sich an und ein Kind, das seine Katze Felicia schmusend in den Arm nehmen wollte, schrie vor Ekel:
„Mama, komm schnell, in Felicias Hals stecken zwei dicke Zecken. Ihhh, sind die eklig!“

Ach ja, gerade donnert es draußen wieder, und Zecken, nein, DARÜBER reden wir heute besser heute nicht … ;)

Gewitterstimmung, unheilvoll, magisch, schön, Foto © Andrea Oberdorfer

Manchmal, wenn die Kreativität mir nur ein schläfriges Gähnen schenkt, schaue ich in den Himmel und träume und, ehrlich wahr, das weckt sie auf, die müde Madame Fantasie.
Der Himmel ist an jenen Lustlostagen aber auch sehr nett zu mir. Er tröstet mich mit zauberhaften Himmelsbildern und Wolkengemälden.
Gestern schickte er mir einen Bären …


… und ein Sonnenstrahlküsschen

Danke, Himmel!
Und Danke, kleiner Sonnenstrahl!

Auch Euch wünsche ich ganz viele zauberhafte Sonnenstrahlküsschen an diesem himmelblauen Wochenende :)

Eine Sonnenstrahlküsschen-Geschichte könnt ihr übrigens HIER lesen. Viel Spaß damit!

„Heute habe ich Urlaub!“, sage ich und ziehe mir in der Frühe nochmals die Bettdecke über den Kopf. Tut man so im Urlaub, denke ich.
Tut man nicht, denkt der Bär, und so stehe ich wenig später mit Bär und Urlaubsstimmung oben im Wald und schaue gen Nordost, wo die Sonne sich hinter den Bergen langsam hervorschält.
Urlaubsstimmung pur. Es ist 5.55 Uhr.

„Heute habe ich Urlaub!“, sage ich und schenke mir beim Frühstück noch einen Becher Kaffee ein. Einen großen Becher.
Da klingelt es. Es klingelt parallel – an Haustür, an Telefon, an Handy. Aha! Ich rede, laufe, renne, rede wieder, notiere, schreibe auf, gucke nach …
Alltagsstimmung pur. Der große Becher Kaffee grinst mich an. Der Kaffee ist kalt nun. Es ist irgendwann später Vormittag.

„Heute habe ich Urlaub!“, sage ich und schiele auf den bequemen Korbsessel, der auf dem Balkon im Halbschatten steht.
„Ja, mach es dir fein!“, sagt die Gattenstimme. „Nur eines vielleicht noch. Ich bräuchte für xy die Unterlagen von abcdefg…usw. Könntest du mir die gerade noch raussuchen und dann … Ach ja, und der x, die y und das z haben angerufen und ich habe deinen baldigen Rückruf versprochen. Und die Nachbarin, die wollte dich auch ganz dringend kurz sprechen und …“
Heulstimmung pur. Der Sessel-auf-Balkon-im-Halbschatten taucht verlegen in Wolkenschatten unter. Es ist früher Nachmittag.

„Heute habe ich Urlaub!“, sage ich, creme mich sorgfältig mit Sonnenschutzcreme ein, schnappe ein Buch, irgendeines, und schleiche langsam, Schritt für Schritt rückwärts gehend in den Garten. Keiner bemerkt meine Flucht. Bingo! Und Mist! Es fängt an zu regnen, ach was, es schüttet. Der erste heftige Regen seit Wochen. Ich flüchte vor meiner Flucht in die tröstenden Arme von Haustürklingeln, Handyrattern, Telefonläuten und „Bär-will-Gassi-Gehen-Gequengel“.
Fruststimmung pur. Es ist später Nachmittag.

„Heute habe ich Urlaub!“, sagte ich und flätze mich bequem mit Lap aufs Sofa. Oh! Schön! So viele neue Mails! Und Nachrichten aus Social Networks! Und Kommentare! Und …
„Bist du sauer?“, tönt da eine Stimme aus dem Off. „Du hörst mir gar nicht zu! Außerdem guckst du so grimmig. Was ist los?“
„Hm?“ Ich poliere mein schwarzes Gewissen, zaubere ein Lächeln aufs Gesicht und …
… und nehme mir vor, mir morgen einen Urlaubstag zu nehmen. Morgen. Denn morgen ist schließlich auch noch ein Tag.
Vorfreudestimmung pur! Ach ja, es ist jetzt Abend oder doch eher schon Nacht? ;)

Ich lebe noch!
Ich lebe griesgrämig, genervt, rasend, wütig, ungeduldig, übellaunig undsoweiterundsofort …
… weil …
Ja, es ist wieder so weit: Steuererklärung!
Und wie immer finde ich nix, obwohl ich meinte, alles ordentlich aufbewahrt und aufgeräumt zu haben, worin wahrscheinlich das Problem liegt.
Und wie immer fluche ich über die Technik. So toll das System auch ist und so sehr ich es seit langer langer Zeit liebe, bei Steuererklärungen hapert’s bei meinem Apple (es gibt keine rechte Software, zumindest keine, die ich „Bürokram-Nullnummer“ begreife, und „elstern“ gelingt auch nur via PC, weiß der Teufel warum), und ich muss an den uralten Büro-PC abwandern. Da streikt seit heute !!! allerdings die Tastatur. Also sitze ich nun am noch älteren Ururalt-Lap, aus einer Kiste im Keller gekramt, und … fluche. Doch das liest sich wohl schon aus dem Geschriebenen hier. Bei Ururalt-Lap wiederum geht der Internetanschluss nicht und die Druckersoftware-CD, die finde ich auch nicht. Stehe aktuell daher vor der „großen“ Aufgabe, irgendwie den erarbeiteten Steuerkrempel auf den Rechner mit der defekten Tastatur zu schaufeln und das dort dann auszudrucken. Na, toll …
Ich schätze, das wird noch ein netter Tag werden !!!
Grrrrrrr !!!

Ehrlich, ich „apple“ nicht, weil es kultig sein soll, mit Apple zu arbeiten. Ich „apple“, weil ich dann immer sehr gut gelaunt arbeiten kann und mich nicht über umständliche Software und Techniken ärgern muss.
Zugegeben, würde ich die Steuererklärung „appelen“, würde ich wohl auch fluchen, um ganz ehrlich zu sein ;)

Wenn ich diesen „Wahnsinn“ hinter mir habe, melde ich mich auf Eure lieben Kommentare und noch ausstehende Mails – mit wieder guter Laune. :)

Eine neue Sommergeschichte stellte ich vorhin ein in unser Blogprojekt „Sommergeschichten“
Diese Geschichte hatte ich vor einiger Zeit geschrieben und, wie es mit vielen Texten eben so geht, vergessen.
Heute beim Überarbeiten fühlte ich mich auf einmal ganz klein, ganz still, ganz nachdenklich und auch ganz traurig. Es war nicht der Sommer, den ich in der Geschichte reden hörte. Ich war es. Ich, Elke.
Genau so, wie der Sommer in der Geschichte, so fühle ich mich schon seit einiger Zeit, und es fühlt sich etwas müde an, dieses Fühlen …
So nämlich:

„Nein“, sagte der Sommer eines sonnig warmen Sommertages, „es ist nicht in Ordnung. „Ich habe keine Lust mehr, eine ‘Selbstverständlichkeit’ zu sein. Alle haben sie ihre Erwartungen an mich, und jeder wünscht sich etwas anderes von mir. Und in allem soll ich das Beste geben. Den Menschen die Erfüllung aller Wünsche, die sie mit einem perfekten Sommer verbinden. Der Natur, den Pflanzen und Tieren, das ideale Wetter, damit das Wachsen und Reifen in perfekten Bahnen seinen Lauf nimmt. Perfekt! Immer nur perfekt soll ich sein. Nie, ja, nie darf ich in irgendeiner Weise Schwäche zeigen, so wie es meinen geschätzten Kollegen, dem Frühling, dem Herbst und dem Winter gestattet ist. Ihre kleinen Unzulänglichkeiten gelten als charmant und akzeptabel, gönne ich mir aber eine Abweichung im Ablauf der Tage, so wird geschimpft, gezetert, geflucht, verdammt. Und Recht machen kann ich es niemandem. Geschimpft und geklagt wird immer. Ach, wer um alles in der Welt hat je bestimmt, dass ich perfekt sein soll? Perfekt!!! Wie ich dieses Wort hasse!“
Jedem, den er traf, warf der Sommer in jenem Sommer diese Worte zu: seinen Jahreszeitenkollegen, den Wettergeistern, der Sonne, den Wolken und dem Regenbogen, den Tieren und auch einigen jener Menschen, die sich noch darauf verstanden, der Natur zu lauschen. Keiner aber wusste eine Antwort auf seine Klagen. Wie auch? Ein Sommer mit kleinen – oder großen – Fehlern war eben kein richtiger Sommer… usw…
Ein Ausschnitt aus dieser Geschichte

Und nun krame ich ganz rasch meine kleinen – und großen – Fehler hervor und lasse sie einfach einmal zu. Über Sommer zumindest. Und ganz ‘un’-perfekt.
Sagt, nein, nimmt sich vor daselbst: Elke Sommer ;)

Ganz anders war er heute, der Abendhimmel, doch nicht minder schön.
Ich liebe diese Himmelsbilder … und da müsst Ihr nun durch ;)

Einen schönen Abend Euch und ein wundervolles Wochenende

Mit einem Augenzwinkern

Authentisch sein - diese Freiheit nehme ich mir. Hier ist alles echt ...

 

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